The Russian Warcrime House

Das World Economic Forum gibt der Ukraine eine exklusive Plattform um sich als Kriegsopfer zu präsentieren.

Foto und Text: TM 22. Mai 2022

In den letzten ca 10 Jahren des „World Economic Forum“ – WEF. Präsentierte sich Russland immer mit einem RUSSIAN HOUSE im Davoser Traditions-Bäckerei und Kaffeehaus Schneider.

Diese Einrichtung wurde, wie bei allen anderen Pavillons rege und gerne für‘s „Networking“ – also dem herstellen von neuen Verbindungen und Kontakte zur Russischen Geschäfts-, Wirtschafts- und Politikfeld genutzt. – Aber natürlich auch umgekehrt. Dieses „Russian-House“ war für seine Gastfreundlichkeit, Unkompliziertheit und Freundlich bekannt. Ganz zu Schweigen von der immer von allen Teilnehmern heiss erwarteten „Russischen Abschluss Party“ am Ende des WEF, bei dem es regelmässig ausschweifend auf russische Art zu feucht fröhlichen Partys kam.

Kurz gesagt: Es war sehr bekannt und legendär und von allen WEF Besuchern sehr geschätzt.

Am Heutigen WEF 2022, welches Ausnahmsweise im grünen und warmen Mai statt im weissen und kalten Januar stattfindet, ist es jedoch anders. Ganz anders.

Alle russischen Personen wurden vom diesjährigen WEF sanktioniert und sind somit nicht mehr erwünscht. Doch die nun freigewordenen Räumlichkeiten des Cafe Schneider’s übergab man nun kurzerhand einer Ukrainischen Delegation, welche sich an exklusivster Lage in Davos als Kriegsopfer der Russischen Aggression präsentieren darf.

Wenig überraschend, wird auch hier aus dem Vollen geschöpft und keine Möglichkeit ausgelassen, alles Russische nun komplett zu verteufeln. So hängt nun an der Aussen-Fassade des Cafe Schneiders ein Schild mit der Aufschrift: „This used to be the Russian House in Davos. Now it‘s the Russian War Crime House in Davos“ Übersetzt: „Dies sollte das Russische Haus sein. Jetzt ist es das Russische Kriegsverbrecher-Haus.“

Entsprechend diesem Slogan wurde das gesamte Gebäude auch so für diesen Zweck gestaltet. Drinnen kann man sich über die Russischen Kriegsverbrechen informieren indem Artikel und diverses Bildmaterial gezeigt wird. Medienhäuser stehen mit Ihren Kamerateams Schlange um drinnen einen Einblick festzuhalten, welches dann wahrscheinlich zur besten Sendezeit in den Jeweiligen Sendern ausgestrahlt wird. Vor dem Gebäude stehen Menschen, welche die Passanten schon fast mit energischer Empörung ins Haus bitten, ja fast treiben. Schliesslich solle JEDER die schlimmen Verbrechen der Russen sehen. Wer das Ignoriert ist – Sie werden es richtig raten – Ein asozialer Ignorant, oder gleich selbst ein Russensympatisant und somit ein Kriegsverbrecher. Und das möchte natürlich niemand sein. Also gehen alle brav ins Gebäude um sich von den darin enthaltenen Informationen „berieseln“ zu lassen.

Zurück bleibt ein fader Nebengeschmack. Unabhängig davon, ob dort Russische (Und auf gar keinen Fall ukrainische / NATO Kriegsverbrechen) stattfinden oder nicht… Ist es in der Regel nicht so, dass man einen Konflikt nur mit Deeskalation und Dialog lösen kann, statt zusätzlich Öl ins Feuer zu giessen und die andere Konfliktpartei von Gesprächen aus zu schliessen?

Davos und die Schweiz verpassen hier eine einmalige und wertvolle Gelegenheit, genau diesen Dialog in Gang zu setzen indem Gespräche zwischen den Kriegsparteien hätten organisiert werden können. Die Schweiz scheint wohl die Lust daran festhalten zu wollen, bei Russland auf der Liste der “unfreundlichen Staaten“ zu verbleiben. Wieviele Menschenleben hätte das wohl retten können? Statt dessen, bekommt man hier den Eindruck, dass Russen nichts weiteres sind als Baby-mordende Bestien.

Nachfolgend sehen sie ein paar Impressionen aus Davos, welche in der Nähe des Kongresshauses gemacht wurden.

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