Warum brauchen wir den Global-Science-Circle?

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Quelle: zeit.de

Am 16.02.2016 erreichte mich die Meldung, dass die gestrandeten und verstorbenen Pottwale in der Nordsee gesund und gut genährt waren. Auch wurde in dieser Meldung festgestellt, dass mittlerweile 30 Wale dieses Jahr an verschiedenen Küstenabschnitten der Nordsee, meist in den flachen Tiefen des Watts, ihr Leben verloren haben. Persönlich finde ich es als einen Hohn, leichte Temperaturdifferenzen vor die Lärmverseuchung zu stellen. Wenn wir in den Urlaub fahren, ist die Lärmbelastung, durch die Baustelle nebenan, nicht unwichtiger nur weil es 3 Tage regnet.

Quelle: t.online.de

Quelle: t.online.de

Das Schlimmste war jedenfalls eine Woche vorher. Da ging durch die Presse, dass auf Sylt ein Orca-Baby von etwa 2 m Länge, tot am Strand gefunden wurde. Das ist kurios, denn auch wenn es verschiedene Walarten in der Nord- und Ostsee gibt, Pottwale und Orca‘s gehören nicht dazu. Während Pottwale die tiefsten Taucher auf diesem Planten sind und so in Tiefen von bis zu 3.500 m Riesenkalmare jagen, stehen bei den Orca‘s zum Beispiel Robben auf der Speisekarte. Da sich die Bestände an Robben in der Nordsee offensichtlich verbessert haben, könnte da ein Zusammenhang bestehen. Dafür bin ich aber zu wenig Biologe, um hier selbst Mutmaßungen anzustellen.
Aber ich erfuhr nun, dass sie die toten Tiere alle aufwendig bergen und „entsorgen“. Kann mir mal einer erklären, wieso man die Natur entsorgen muss? Aber wenn man nicht weiß, was man in solchen Fällen richtigerweise tun kann, dann können derartige Schwergewichte schon zum Problem werden.
Deshalb schrieb ich in Facebook folgenden Kommentar:

Liebe Freunde, für mein dafürhalten ist es schade, dass ihr die toten Wale bergen musstet. Denn diese Tiere, die für uns augenscheinlich und landläufig das Ende einer Nahrungskette bedeuten, stecken zum Zeitpunkt ihres Ablebens eigentlich mitten in ihrem biologischen Kreislauf. Ihre Aufgabe ist es, möglichst alt zu werden und zu sterben. Denn nach ihrem Tod erwartet sie eigentlich der sogenannte Walfall. Ein Begriff, den Prof. Crack R. Smith (Hawaii) in den 90er Jahren geprägt hat. Denn im Gegensatz zu den meisten Lebewesen, bei denen wir eine Verwesung beobachten können, bilden Wale und alle anderen Meeressäuger und Großfische (ohne oder mit wenigen Fressfeinden) in der Tiefsee Speisekammern, die je nach Art des Tieres, bis zu 70 Jahre die Nahrungsquelle für Millionen von Tieren darstellen. Selbst die, dieses Jahr gestrandeten Pottwale, die zu den kleineren und mittleren Walarten gehören, dienen für meist 20-25 Jahre als Nahrungsquelle und verwesen nicht! Selbst die Skelette haben ihre Aufgabe in den Ökokreisläufen. Dieser Vorgang, was kaum ein Mensch weiß, relativ neu und erst mal unvorstellbar klingt, ist selbst für die Existenz der ganzen Menschheit zwingend erforderlich. Der Walfall hat sich im Laufe der Evolution als notwendige Grundlage zur Regeneration in der Tiefsee entwickelt und ist somit die wichtigste Quelle zum Erhalt allen Lebens auf der Erde. Der Rückgang des Sauerstoffgehaltes in der Atmosphäre lässt sich damit einleuchtend erklären. Unsere klimatischen Veränderungen können hier mit der richtigen ökologischen Politik gelöst werden und dieser Planet hätte wieder eine Zukunft, die für die meisten Menschen nur scheinbar existiert und real im Ansatz nicht vorhanden ist. Kein Wal darf mehr durch Menschenhand direkt oder indirekt getötet werden (alle gestrandeten Wale wurden für mein dafürhalten dahin getrieben und somit ermordet) gestrandete Tiere müssen in den Ozeanen versenkt werden und der Walbestand aller Arten muss sich schnellstens erholen und dafür haben wir alle, alles zu leisten. Wer mehr wissen möchte … meldet euch einfach bei mir.

Nach dem ich nun diesen Kommentar bestätigt habe, lies mich das Thema nicht los! Zum einen habe ich das Wal-Baby von Sylt eben schon vorgezogen, von dem ich eigentlich erst hinterher erfahren habe. Jedoch interessierten mich nicht so sehr die einzelnen Küstenbereiche, viel mehr machte mich der Umstand stutzig, dass es mehrere Küstenabschnitte waren. Und wenn es in der Nordsee mehrere Punkte gab, wie sah es dann global aus und ich recherchierte. Auf unsere Medien können wir uns nicht verlassen, denn die Informationspolitik unserer Zeit lässt viele Meldungen im Papierkorb verschwinden, oder sie werden unauffällig in irgendeiner Ecke platziert, um das Alibi zu wahren.
Ich brauchte nicht lange um herauszufinden, dass neben unseren 30 toten Walen, in Indien 80 Tiere gestrandet waren, von denen wenigsten 36 gerettet werden konnten. Jedoch kamen dann noch 200 Wale dazu, die in Neuseeland gestrandet waren und da waren noch 330 Tiere in Chile. Während die Wale in Chile mutmaßlich alle verstarben, konnte man in Neuseeland wenigstens 60 helfen.

Für die Allgemeinheit, so entspricht das meiner Wahrnehmung, wird hier bewusst ein Eindruck provoziert, dass gestrandete Wale etwas Besonderes sind. Dabei war das schnelle und gewiss unvollständige Recherche-Ergebnis nur ein grobes erstes Bild, das mit Sicherheit so nicht vollständig war. Rund 640 Wale, die in 2 Monaten gestrandet waren. Einschließlich der Dunkelziffer, könnten in der Zeit weltweit gut 2000 von den größten Säugetieren dieses Planeten gestrandet und verendet sein. Es ist jedoch nicht auszuschließen, dass ein Teil krank war.

Einige Wal-Forscher sind nach ihren Ergebnissen und Beobachtungen der Überzeugung, dass im natürlichen Zyklus 90 % der sterbenden Wale in die Tiefsee absinken. Beobachter behaupten, das alte Tiere an bestimmte Orte schwimmen um zu sterben und auch wenn es nach neuesten Erkenntnissen keine wirklichen Friedhöfe von Walen als solches gibt, wird deutlich, dass dahinter mehr steckt, als wir aktuell wissen. Diese Fakten mal mit natürlichen und vollständigen Beständen aller Arten durchdacht, die Zeitabschnitte berücksichtigt, in denen ein toter Wal hier als Nahrungsquelle dient und wie sie so die Arten der wichtigsten Chemosynthesen ermöglichen, kommt man zu einem interessanten Schluss. Denn die daraus entstehenden Bilder und in Zeitabschnitten wiederkehrenden, sich wiederholenden Ereignisse, zeigen einen Teppich. Es ist ein Teppich an Nahrungsquellen für unvorstellbar viele Tiefseetiere, der der eigentlichen Regeneration der Tiefsee entspricht. Und das tut er, weil der Prozess normalerweise endlos ist. Dieser Teppich hat sich früher von selbst erhalten und er ist ein wichtiger Faktor dessen, das wir landläufig als die Quelle allen Lebens bezeichnen. Das ist das, was die anhaltende Regeneration der Tiefsee erst ermöglicht und die eigentliche und ursprüngliche Vielfalt erhält.

Das ist das Bild welches sich mit einer außergewöhnlich hohen Wahrscheinlichkeit nach den wissenschaftlichen Fakten ergibt. Trotzdem muss in diesem Bereich die wissenschaftliche Forschung dringend und schnellstens ausgedehnt und vertieft werden. Hier ist es erforderlich Gewissheit zu haben, denn ein großer Teil der Wale ist vom Aussterben bedroht. Die ersten Arten scheinen sich ohne Hilfe nicht erholen zu können. Und wenn man bedenkt, dass wir Menschen dafür verantwortlich sind, dass jährlich rund 300.000 Wale und Delfine direkt oder indirekt getötet werden, diese Tiere meist nicht den natürlichen Walfall erleben und/oder verwesen, wird deutlich, dass der Verfall unaufhörlich voranschreitet, wird die Notwendigkeit noch weiter unterstrichen.
Natürlich erschreckt die Zahl von 300.000 erst mal und man ist geneigt es leicht als Übertreibung anzusehen. Aber zum Einen ist eine Bucht bekannt, in der alleine jedes Jahr nahezu 30.000 Delfine regelrecht und pervers abgeschlachtet werden. Ihr Fleisch wird als Walfleisch angeboten und es ist zumeist mit einer viel zu hohen Schwermetall Konzentration belastet. Dazu kommt, dass sich tagtäglich eine Unmenge von Walen und Delfinen in den Netzen der Fischfänger und vor allem in den verbotenen Fangmethoden verstricken und ertrinken. Diese Tiere erreichen selten wirklich die Tiefsee, denn die die nicht an der Oberfläche verwesen, landen in viel zu flachen Gewässern. Sie erfüllen ihre Aufgabe niemals, weil sie die Tiefsee nicht erreichen. Das wiederum erklärt sich in den immer knapper werdenden Fischvorkommen, denn wenn man bedenkt, das von den 1700 wichtigsten Arten in unseren Meeren, rund 70 % bereits ausgerottet sind, wird klar, dass sich Mensch und Wale immer näher kommen. Da sich also der Mensch auf der einen Seite und die Säuger und Großfische auf der anderen Seite, durch die schrumpfenden Fischbestände immer näher kommen müssen, entstehen auch immer mehr Möglichkeiten, dass sich diese Wesen in unseren Netzen verheddern.

Auch die Umwelt- und Lärmbelastungen, die als jeweilige Verschmutzung zu betrachten sind, erzeugen eine zunehmende Belastung auf diese Säuger und Fische, die sie in vielerlei Hinsicht krank machen und teils auch zum Tod verurteilen. Künstliche Explosionen mit 120 Dezibel im 25 Sekunden Takt sind da die neuesten Errungenschaften, bei geologischen Untersuchungen der Konzerne, die der festen Überzeugung sind, dass sie die Ressourcen sich einfach und ungestraft aneignen dürfen! Sie treiben damit immer mehr Tiere in die Flucht, weshalb sie sich verirren und dann stranden und deshalb sterben. Dieser Zustand wird wegdiskutiert und klein geredet. Fakt ist jedenfalls, dass unsere Erfolge in der Eingrenzung des Walfangs in den 70er und 80er Jahren, eben durch diese Entwicklungen zunichte gemacht werden. Es sterben zu viele Tiere und auch wenn sich in dem einen oder anderen Teil die Bestände leicht verbessert haben, kann das mit der aktuellen Entwicklung nur eine temporäre Feststellung sein.
Denn während es meist Junge und unerfahrene Tiere sind, die durch unsere Gier zu Schaden kommen, stören und schwächen wir damit die Generationen, die gebraucht werden um wachsende Bestände dauerhaft zu gewährleisten. Damit wird verhindert, dass die vom Aussterben bedrohten Arten sich wirklich erholen können und wir müssen zunehmend wieder befürchten, dass die Wale und Delphine aussterben werden.
Damit ist aber auch das Ende der Menschheit und allen Lebens auf der Erde besiegelt, denn wir müssen heute auf Grund der aktuellen Fakten davon ausgehen, dass die Wale eine der wichtigsten Aufgaben zur Erhaltung aller Lebensstrukturen bedeuten. Sie sind eines der wichtigsten Bindeglieder zwischen den beiden Systemseiten, in dem biologisch bilateralen Ökosystem der Erde. Diese Systemstruktur wird bisher leider nicht berücksichtigt, da sie durch ausgegrenztes und unterdrücktes Wissen nicht erkennbar ist. Auch die daraus folgenden Konsequenzen im Verlauf sind nicht abschätzbar, obwohl die Konsequenzen unübersehbar sind. So werden die Konsequenzen auf falsche Ursachen zurückgeführt, was eine Korrektur unmöglich macht und die negative Entwicklung der Konsequenzen schreitet kontinuierlich voran. Alle Bemühungen etwas zu korrigieren verlaufen nahezu fruchtlos und bringen nur geringe Verbesserungen. Da wir die letzten Zeiten erleben, haben wir ein wichtiges Indiz, dass in unserem Wissen, Grundlagen fehlen müssen, wodurch sich letztendlich alles in sich selbst betätigt.

Ich gehe nicht davon aus, dass den dafür Verantwortlichen eben dieser Zusammenhang real bewusst ist. Sie wollen nur ihre Schürfrechte ausbauen, sichern, behalten und ausnutzen. Sie können auf Grund ihrer Erfahrungen und ihres Wissens die bevorstehenden Konsequenzen ebenfalls nicht sehen. Sie haben die Risiken nach der bisher üblichen Betrachtung eines biologischen unilateralen Systems beurteilt und da sind die Konsequenzen nicht erkennbar. Logisch, wenn eine mathematische Formel nicht stimmt, kann das Ergebnis nicht korrekt sein, obwohl der Lösungsweg eingehalten ist. Es macht blind und die real zu erwartenden Konsequenzen können noch nicht mal geahnt werden.
Andererseits gibt es eine Handvoll Menschen, die allesamt wissen, wovon ich hier rede – besser schreibe und man hat diese Menschen zum Schweigen verdonnert, als die Konsequenzen noch nicht so erkennbar waren.
Ohne dieses Wissen, wenn wir nicht aufhören es zu leugnen, werden wir nicht nur erheblich dramatischere Klimaveränderungen erleben, die wir nicht begreifen werden. Ich bin davon überzeugt, dass wir so plötzlich und scheinbar unerklärlich untergehen werden und unsere Zivilisation zusammenbrechen wird, wie alle anderen, mutmaßlich tausende von Zivilisationen auf diesem Planeten zuvor. Der Nachteil heute ist, das wir nicht, wie alle anderen alles regional erleben, denn alles ist global verteilt und alles ist von allem abhängig und steht in direkter Verbindung zueinander. Wer jetzt glaubt die Natur wird es ohne den Menschen schon schaffen, weil sie ohne uns besser dran ist, den muss ich enttäuschen, denn der Point of no return (Punkt an dem es kein Zurück mehr gibt) – also das es ohne den Menschen funktioniert – haben wir bereits vor etwa 15 Jahren überschritten. Wir sollten schon anfangen unsere Fehler zu korrigieren. In vielen Bereichen werden wir anfangen sehr aktiv die Natur zu fördern und ihr helfen, dann haben wir eine Chance, dass unsere Zerstörung in Sachen Natur und Umwelt der letzten 100 bis 120 Jahre in etwa 1000 Jahren wieder korrigiert ist, wenn wir die nächsten 300 Jahre daran arbeiten. Das hört sich zwar nach einem Untergangsszenario an, aber da wir noch den alles umfassenden Point of no return vor uns haben, haben wir die Wahl und ich denke das diese Aussichten es in jedem Fall wert sind, mal darüber nachzudenken. Entweder wir verwandeln zeitnah diesen Planeten in einen zweiten Mars und zerstören alles Leben auf ihm, was im Detail wissenschaftlich erklärbar ist, oder die Menschheit hat die Möglichkeit, dass dieser Planet möglicherweise für bis zu 500 Mio. Jahre unsere Heimat bleibt. Wir haben die Möglichkeiten und die technischen Entwicklungen alles vernünftig in die Heilung zu bringen. Deshalb ist das kein Untergangsszenario, nur ein nacktes und nüchternes Betrachten von Fakten und Tatsachen. Aber endlos Zeit zum Nachdenken bleibt auch nicht, denn wir müssen schon davon ausgehen, dass der endgültige Point of no return, gerade noch im Jahr 2016 liegt.
Jeder braucht sich nur diese Fakten, die bereits existieren, für sich verdeutlichen. Dann werden wir feststellen, dass wir in jedem Fall nur gewinnen können. Die hier erforderlichen Änderungen benötigen wir so oder so. Es wird dabei Verlierer geben, aber die Menschheit kann ohne sie – mit Sicherheit – besser leben als ohne die Wale. Das sollten wir nur begreifen.

Was nach diesem Aufsatz bleibt ist die Tatsache: wir brauchen freie, unabhängige und alles umfassende Wissenschaften, die allen Menschen reales und wahres Wissen zur Verfügung stellen.

25. Februar 2016
Michael F. Gruber

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