Macht und Machtlosigkeit in der Neuen Weltordnung

Ein Kommentar von Alexander Benesch

Über alle wichtigen Entscheidungen im Leben der Menschen herrschen der Staat und ein paar wenige pseudokapitalistische Großkonzerne in gegenseitiger Abhängigkeit voneinander. Der Staat nimmt uns das allermeiste vorweg und ist gleichzeitig auch zuständig für die Konsequenzen unseres Handelns.

Für Schutz gibt es staatliche Streitkräfte, staatliche Polizeibeamte und Geheimdienstler, die Nachrichten kommen in der staatlichen Tagesschau, Bildung kommt vom Staat, das Geld erschafft und verwaltet alleine der Staat, der Staat soll gefälligst Arbeitsplätze “schaffen” und alle Modalitäten regeln, der Staat soll für dein Alter vorsorgen und deine Gesundheit erhalten, der Staat soll “etwas machen” wenn auf einmal Konsequenzen deines Handelns auftreten, der Staat soll Rohstoffe sichern, das Klima schützen und überall Ungerechtigkeit beseitigen.

Nichts von alledem kann der Staat wirklich, und schon gar nicht besser als Individuen in freier Entscheidung. Man lebt nicht mehr in einer wirklichen Welt, in der Ursache und Wirkung noch in einem klaren Verhältnis zueinander stehen, sondern man lebt in einem staatlich verwalteten Einheitsgefängnis. Wir haben zwar Freigang und keine Gitterstäbe vor uns, trotzdem fühlen wir eine erstickende Machtlosigkeit, Langeweile, Leere und Frustration. Man fühlt sich tot, wenn man keine eigenen wichtigen Entscheidungen treffen und Verantwortung für die Konsequenzen tragen kann.

Manche werden schlicht depressiv und suizidal. Eine bekannte und beliebte Darstellung aus der Popkultur ist Rose DeWitt Bukater aus dem Film Titanic: Sie will sich eher in den kalten Atlantik stürzen als den Rest ihres Lebens von ihrer Mutter, ihrem schmierig-narzisstischem Ehemann und der gehobenen Gesellschaft verwaltet zu werden. In einer Szene, die nicht in der Kinoversion zu sehen ist und im Drehbuch unmittelbar vor dem Suizidversuch steht, schafft sie es als fast erwachsene Person nicht einmal, sich selbst aus ihrem Kleid zu schälen.

Die steigende Individualisierung und Ich-Bezogenheit wird heutzutage verantwortlich gemacht für die allgegegenwärtige menschliche Misere, dabei handelt es sich bei dieser Individualisierung um eine Mogelpackung. Es ist Entmenschlichung gepaart mit dem Abgeben von Verantwortung an den Staat und seine Insitutionen. Bei allem Wichtigen werden wir auf Konformität gedrillt, bei unwichtigen Dingen sollen wir dann bis zum Erbrechen unsere vermeintliche Einzigartigkeit ausleben mit Hilfe von massenproduzierten Gegenständen, die zwar einen funktionellen Nutzen haben, aber nicht unsere Persönlichkeit bestimmen.

Ein aktueller Werbespot eines Telefonunternehmens zeigt einen HipHop-Tänzer der einen Gebrauchsgegenstand – in diesem Fall ein Mobiltelefon mit einem passenden Vertrag – in die Kamera hält und sagt, HipHop-Tanzen sei irgendwie ein wundervoller Ausdruck der eigenen Person, genau wie die Wahl des Smartphones: “Mein Style, meine Apps.” Die Industrie hat für die etwas weniger armseligen Kunden auch längst die Anti-Werbung-Werbung entdeckt: Man verkauft den konsummüden Leuten eine flaue, undifferenzierte Konsumkritik, vor allem in Form von Musik samt sorgfältig verwalteter Protestkultur.

Wenn das meist idiotische soziale Umfeld bemerkt, dass ein Einzelner immer unkonformer wird, startet und erhöht das Kollektiv die Sanktionen, um Konformität zu erzwingen. Man nutzt verbale Gewalt durch Herabwürdigung, Ignorieren und Belächeln. Falls dies nicht den gewünschten Effekt hat, bestraft man die Individualisten mit Ausschluss – sie werden nicht mehr angerufen und  eingeladen. Im Extremfall denunziert man die Individualisten bei dem Staat und dessen Behörden. Kennen sie jemanden der einfach Dinge irgendwie anders macht, der anders wirkt und spricht? Spricht jemand negativ über eine Neue Weltordnung, hortet lagerfähige Nahrungsmittel und Edelmetalle? Melden sie ihn, und wir nehmen ihn unter die Lupe um festzustellen, ob er eine Bedrohung ist!

Die Menschen in einem solchen Obrigkeitssystem lassen sich kinderleicht zu Stasi-Spitzeln machen, weil sie in dieser Funktion endlich einmal aktiv sein, Gewalt ausüben können, Macht demonstrieren, zuschlagen. Selbst der erbärmlichste Informant der seine Mitmenschen ans Messer liefert, fühlt sich wie James Bond und giert inbrünstig nach dem erlogenen Gefühl von Heldentum.

In diesem System werden Leute schnell fasziniert von Gewalt und Gewaltdarstellungen weil Gewalt das Gegenteil von Passivität ist, anderen seinen Willen aufzwingen, dominieren. Menschen entwickeln sich zu Pädophilen und machen sich an unsere Kinder heran; wenn sie erwischt werden schieben sie die Verantwortung einfach auf ihre päderastische “Natur”. Der Staat kümmert sich dann um alles weitere.

Junge Männer sehnen sich nach Rittertum und Krieg, sie verdammen geradezu den Frieden, den sie nie richtig verstanden haben weil der Staat permanent einen leisen verdeckten Krieg gegen sie und ihre freie Natur geführt hat.
Viele Radikale und Terroristen stammen ja gerade aus ganz gewöhnlichen Verhältnissen und haben nach 10 oder 20 Jahren erdrückender Fremdbestimmung und lebensfeindlicher Konformität einfach den überwältigenden Drang, Dinge brennen und Menschen sterben zu sehen. Hauptsache Veränderung, Hauptsache endlich einmal Kontrolle haben.

Der Film Fight Club zeigt uns einen Protagonisten namens Jack, der sein Leben brav nach dem Fahrplan der Obrigkeit ausgerichtet, aber dafür kein versprochenes Glück erhalten hat, sondern einen Job bei einem zynischen Automobilkonzern in dem er Menschenleben aufrechnen muss gegen die Dollars, welche Rückrufaktionen auf Grund lebensgefährlicher Konstruktionsmängel kosten.

Er liebäugelt selbst mit dem Tod und versucht, seiner unerträglichen Situation mit den falschen Methoden beizukommen: Schlaftabletten, zynischer Klugscheißerhumor, Klamotten- und Möbelshopping, das Erschleichen von Mitleid für erfundene schwere Erkrankungen, Esoterik welche Passivität einfach als Aktivität umdeutet und dadurch attraktiver macht, organisierte ritualisierte Gewalt und letztendlich sogar Terrorismus und Revoluzzertum, das aber wiederum nur zur gleichen Entmenschlichung führt, die er ganz am Anfang eigentlich bekämpfen wollte. Erst als er selbst am Schluss endlich Verantwortung übernimmt, ändert sich die Lage.

Wenn dann jemand wie ich in der Öffentlichkeit sagt, ich treffe meine eigenen Entscheidungen und lebe mit den Konsequenzen, ich bin selbstständig und kämpfe innerhalb meiner begrenzten Kapazitäten gegen die Unfreiheit, dann führt das oft zu blanker Aggressivität bei manchen Menschen, die ihr eigenes Lebensgefängnis hassen und keine Verantwortung übernehmen wollen. Neid entsteht, man will sich nicht den eigenen Anteil an der Verantwortung für die eigenen Situation eingestehen, also reagiert man mit verbaler Gewalt und erfindet alle möglichen Lügen: Ich sei CIA-Agent, Freimaurer, Jesuit, Scientology und 10 andere Dinge. Nichts belegt natürlich eine Mitgliedschaft meinerseits in diesen Organisationen aber bestimmte frustrierte, verbitterte Leute wollen dennoch krampfhaft andere von der Vorstellung überzeugen, ich sei auch nur wieder Teil der Regierung und des überbordenden Staatsapparats, ich sei gar nicht wirklich frei und selbstständig, das sei nur Scharade.

Man versucht, unsere Finanzierung durch unseren Online-Versandhandel schlecht zu reden und übt damit verbale Gewalt aus. Unsere Kunden übernehmen persönliche Verantwortung wenn sie bei uns Langzeitnahrung oder Wasserfilter erwerben, und darüberhinaus ermöglichen sie uns, mehr Verantwortung zu übernehmen und mehr bessere Arbeit zu machen.

Manche Menschen, denen wir eigentlich auch helfen, würden uns tatsächlich gerne scheitern sehen – wohl wissend das wir durchaus echt sind – nur um sich selbst besser zu fühlen, nur um andere wieder auf ihr erbärmliches Level hinunterzuziehen.

Anschauliches Lehrbeispiel: Ein völlig unbedeutender Rapper aus Deutschland nutzt verbale Gewalt gegen uns in mehreren schrägen Youtube-Videos. Die Wahrscheinlichkeit, dass diese Person sich durch seine Musik ernähren kann, liegt bei exakt 0%. Seine brotlose Kunst verursacht ihm eher hohe Kosten – während er Texte schreibt, aufnimmt, mit Leuten zusammen wurstelt, auf kleinen Bühnen auftritt, übt, organsiatorische Aufgaben abhandelt usw. verdient er kein oder kaum Geld. Wenige zahlen heute überhaupt für Musik. Wenn man dann noch den zeitlichen Aufwand dazurechnet für hunderte nutzlose Youtube-Videos, dann ergibt sich logischerweise folgende Frage: Verdient diese Person überhaupt seinen eigenen Lebensunterhalt, finanziert er seine künstlerischen Tätigkeiten selber quer? Falls nein, warum nicht? Ist ihm ein Beruf unterhalb des Popstars nicht gut genug, obwohl er als Musiker nicht gut genug ist, damit Leute ihn frewillig bezahlen? Kassiert er vom Staat jeden Monat Geld, das produktiven Menschen via staatlicher Gewaltandrohung weggenommen wurde? Ist das seine Vorstellung vom Künstlerdasein? Andere Menschen sollen gezwungen werden, sein Rappen gefälligst zu bezahlen? Oder jobbt er nebenher hier und da bis er 35 und pleite ist und endlich einsieht, dass es mit Fame und Bling nie etwas wird?

Dann gibt es neben dieser in der Psyche begründeten Verdammung auch vielerorts die Überhöhung von Personen: Anstatt auf jemanden wie Alex Jones zu hören und selbst Verantwortung zu übernehmen, stilisiert man ihn zum Halbgott und unterstellt ihm, fast unendlich viele Ressourcen und Möglichkeiten zu haben. Jones soll natürlich im Gegenzug möglichst alleine alle Probleme der Welt lösen. Viele wollen nämlich nur “Hosanna” rufen und Erfolgsmeldungen konsumieren und darüberhinaus völlig passiv bleiben.

Gerade diejenigen, die die einzigen Lösungen anbieten, bekommen empört und enttäuscht von Suchenden vorgeworfen, keine Lösungen zu haben. Diese Leute wollen angelogen und betrogen werden und genau das ist was sie bekommen und verdienen.

Das “Geheimnis” hinter den Dingen ist keine esoterische oder anderweitig religiöse Pseudolehre die ihnen vormachen will, dass sie Kontrolle hätten und an ihren Zielen arbeiten während sie mit sich selbst und ihren Wänden sprechen und in ihrem Kopf sich alle Dinge zurechtwünschen und die Realität ausblenden. Das Geheimnis ist nicht, von einem zusammenphantasierten Regierungssystem, einer Sekte, von der Quantenphysik oder von Außerirdischen die Erlösung aus unsere Misere zu erwarten.

Das Geheimnis ist, beständig an sich zu arbeiten und sich nicht bestimmen zu lassen von den miesen Karten die man im Leben zugeteilt bekommen hat. Das Geheimnis ist Aktivität, Initiative, Lernen, Kreativität, Wachstum, Freiheit und gute Entscheidungen. Das Geheimnis ist, zu erkennen dass es nicht reicht, stark zu sein an Stelle von anständig, sondern dass man stark UND anständig sein muss. Ihr individuelles Leben wurde vielleicht nicht designt von freiheitsfeindlichen Anhängern der Obrigkeit, dafür aber ihr gesamter Lebensraum. Sie leben nicht in einem Chaos sondern in einem präzise entworfenen Irrgarten. Befreien sie sich und wiederholen sie dabei nicht all die typischen Fehler. Viel Glück und Erfolg,
ihr

Alexander Benesch

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