Und wenn eine Hiroshima-Bombe auf Zürich fallen würde?

Schmutzige Bombe auf das Bundeshaus, 100-Megatonnen-Explosion in Zürich, Wasserstoffbombe auf Basel: Auf der Site eines Harvard-Professors wird das Unvorstellbare bildlich fassbar.

Nukemap heisst das Tool, das seit kurzem online ist und – im übertragenen Sinn – eingeschlagen hat wie eine Bombe: Unter Verwendung von Google Maps kann man einen Ort irgendwo auf der Welt eingeben und dann anklicken, welche von 22 verschiedenen Nuklearkatastrophen – von einer schmutzigen Bombe über die Hiroshima-Bombe bis zur 100-Megatonnen-Explosion – wie viele Opfer in welchem Gebiet zur Folge hat.

«Die Karte zeigt nur die Fakten auf»

Was wie ein makabrer Scherz klingt, hat einen wissenschaftlichen Hintergrund. Urheber von Nukemap ist der amerikanische Geschichtsprofessor Alex Wellerstein. «Meine Studenten hatten einfach keine Ahnung, was genau die Folgen einer Atombombenexplosion sind», erklärt der Historiker die Motivation für den etwas speziellen Onlineservice.

Er verfolge keine politischen Absichten, sondern wolle nur die Menschen über eine reale Bedrohung informieren, so Wellerstein gegenüber der «Sun». «Ich glaube nicht, dass die nukleare Gefahr bald vorbei sein wird, aber ich hoffe schon, dass Atomwaffen nie eingesetzt werden. Die Karte zeigt nur die Fakten auf.»

Die Apokalypse der Apokalypsen

Und diese sind durchaus beängstigend: Nach wenigen Tagen haben Nutzer virtuell via Nukemaps laut Angaben von Wellerstein 20’000 Atombombenkatastrophen «durchgespielt». Was wie die Apokalypse aller Apokalypsen klingt, entspricht in Tat und Wahrheit nur einem Drittel der Grösse der Nuklearkatastrophe, welche die Grossmächte auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges hätten verursachen können.(rek)

 Quelle und mehr…

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